Ein neuer 30 Tage Test
Meine Bilanz aus Blogger-Perspektive: Täglich zu bloggen macht mehr Spaß als zweimal im Monat zu bloggen. Die Auswirkungen auf die Qualität der Inhalte kann ich nicht objektiv beurteilen, aber ich habe gefühlt mehr Kommentare bekommen. Täglich zu bloggen ist auch deutlich einfacher, es baut sich kein Gewissensdruck auf (“oje, ich muss mal wieder bloggen, worüber soll ich nur schreiben?”), man gewöhnt sich daran, öfter mal ein Foto zu machen, oder sich Ideen für Beiträge zu notieren. Der 30 Tage Test war also aus meiner Sicht ein Erfolg.
Hier ist eine Auswahl an neuen Projekten, die ich gerne ausprobieren möchte:
a) Mathe lernen in 30 Tagen. Ich vermute, wenn ich mich täglich jeweils mit ein bis zwei Kapiteln aus meinem Mathebuch beschäftige, sollte ich es in 30 Tagen durchgearbeitet haben. Es ist sicherlich sinnvoller, es in einem Stück zu lernen, anstatt alle paar Monate mal reinzuschauen.
b) 30 Tage lang 3 l Wasser trinken. Meine Pilates-Trainerin gibt uns Hausaufgaben. Zum Beispiel, Wasser zu trinken. Als Wissenschaftlerin interessiert mich der Effekt auf Hautbild, Appetit und allgemeines Befinden. Ich würde zwar nur einen Datenpunkt erzeugen, aber interessant wäre es trotzdem. Hier ist ein pseudowissenschaftlicher Artikel über die positiven Auswirkungen von ausreichender Wasseraufnahme. Dagegen spricht allerdings, dass das Wasser in Princeton möglicherweise nicht den (deutschen) Qualitätsansprüchen genügt, was Schwermetallgehalte angeht.
c) 30 Tage lang täglich bloggen. Hmm, hatten wir schon. Ich versuche, dabei zu bleiben, aber der 30 Tage Test ist definitiv vorbei.
d) 30 Tage lang früh aufstehen. Ich dachte da so an 6:15 Uhr, weil das die Zeit ist, zu der mein Wecker klingelt, wenn ich zum Frühsport gehe. Ich erhoffe mir von diesem Experiment, dass es mir am Ende leichter fällt, früh aufzustehen, ich somit mehr schaffe, und nicht mehr große Teile des Wochenendes verschlafe.
e) Ich wollte noch irgendwas Sportliches einfügen, wie zum Beispiel 30 Tage lang täglich Sport zu machen, aber das erscheint mir schwierig umzusetzen. Oder 30 Tage lang täglich 50 Sit-Ups oder Liegestützen oder diese Übung durchzuführen, die mir wirklich schwer fällt. Ich halte dies aber für unrealistisch. Dieses Sportprojekt ist noch unausgereift und muss warten.
f) Der Vorschlag, jeden Tag etwas Neues zu machen, ist interessant, aber etwas vage. Da kann man sich entweder leicht rauswinden (“Ich bin noch nie in meinem Büro dreimal hintereinander in die Luft gesprungen”), oder es erfordert einige Kreativität und Planung, wenn man es wirklich ernsthaft durchführt. Zu kompliziert.
g) Und schließlich: 30 Tage täglich 15 min meditieren. Ich habe mich ein wenig in das Thema eingelesen und erhoffe mir von der Übung unter anderem einen etwas klareren Kopf, also bessere Konzentrationsfähigkeit. Es gibt allerdings zahlreiche weitere positive Auswirkungen, welche größtenteils nicht objektiv nachweisbar sind. Ein 30 Tage Test sollte aber zumindest einen subjektiven Eindruck vermitteln.
Ihr dürft mehrere Antworten auswählen, und das neue Projekt wird am 26.März starten, wenn ich aus meinem Kalifornien-Urlaub nach Haus komme. Nun dürft ihr abstimmen!
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