Multikulti
Ich habe ja immer die Internationalität in Princeton gelobt. Und dabei ging es mir nicht um die vielen Amerikaner, die hier herumlaufen. Zu Beginn hatte ich ja ueberwiegend mit Europaeern zu tun, Schweizern, Spaniern, Deutschen, Franzosen. Inzwischen kenne ich Australier, Estonier, Birmesen, Chinesen, Koreaner, Taiwanesen, Brasilianer, Mexikaner, Haitianer, Kanadier, Griechen, Inder, Japaner, Portugiesen, Oesterreicher, Schweden, Norweger, Bahrainer, Pakistani, Amerikaner, Israeli, Suedafrikaner, Aethiopier, … Von den rund 200 Laendern, die es so gibt auf der Erde, habe ich also etwa ueber 14% ein wenig näher kennengelernt, indem ich mit Eingeborenen gesprochen habe. Vermutlich waren es mehr.
Aber Smalltalk mit Fremden zu halten, heisst ja nicht, dass man Fremden gegenueber aufgeschlossen ist. Zumindest ist mir aufgefallen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit besonders fremden Kulturen, wie z. B. China, habe. Ich wusste einfach nicht, über was ich mit Chinesen reden sollte, so dass es immer ein wenig gezwungen und anstrengend war. Dazu kam natürlich auch das Verständigungsproblem durch deutschen Akzent vs. chinesischen Akzent.
Umso mehr war ich dann aber erfreut, als ich vor einigen Tagen abends ausgegangen war und mich am Tisch, an dem ich mich gerade exzellent unterhielt, in Gesellschaft von ausschließlich Chinesen (und einem Taiwanesen) wiederfand, dies mir aber erst nach Stunden bewusst wurde. Die sind nämlich gar nicht so anders. Und ich bin vermutlich inzwischen ein Teil der internationalen Gemeinschaft geworden.
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