Ich durfte mitspielen!
Mein erstes Softballspiel war … super! Es war warm und sonnig, einer der ersten schönen Tage dieses Jahr, es gab kaltes Bier, und mein Team war mehr auf Spaß als auf den Sieg bedacht. Gewonnen haben wir aber trotzdem.
Im Angriff haben sie mich sogar mitspielen lassen. Das bedeutet, ich sollte den Ball schlagen und losrennen. Das hat beim ersten Mal recht gut geklappt, nach einem Bier nahm die Treffsicherheit jedoch ab. Als sehr hilfreich haben sich die “Base-Coaches” herausgestellt, zwei Mitglieder des eigenen Teams, die neben der ersten und dritten Base am Spielfeldrand stehen, und einem zurufen, ob, wann und wohin man laufen soll. Ich habe es einmal tatsächlich bis zur zweiten Base geschafft, beim Versuch, die dritte zu erreichen, wurde ich allerdings ganz knapp ge“tagged”. Das bedeutet, dass ein Spieler der anderen Mannschaft den Ball zugeworfen bekam und mich mit dem Ball berührt hat, bevor ich die Base erreicht hatte. Was mir nicht klar war, ist, dass ich mit ausgestrecktem Fuß oder Arm zur Base hätte “sliden”, also rutschen müssen, und dann den Kontakt aufrechterhalten. Ich bin stattdessen drübergelaufen, aber da war es sowieso schon zu spät.
Weitere Faux-Pas:
Nach dem Schlagen habe ich mit dem Schläger beim Wegwerfen und Loslaufen beinahe meine Mitspielerin getroffen.
Beim Schlagen kam ein Ball schlecht, und ich wollte ihn durchlassen. Habe ihn aber falsch eingeschätzt und er ist an meinem Ellbogen abgeprallt, was wohl sehr lustig aussah und für teamübergreifende Erheiterung sorgte. Mein Team hat mir dann erklärt, dass ich ausweichen darf.
In der Verteidigung durfte ich nur Catcher spielen. Das bedeutet, dass ich hinter dem Batter stand und die Bälle fangen muss, die nicht geschlagen werden. Da kann man nun wirklich nichts falsch machen. Ich werde nun an meinen Fangqualitäten arbeiten, damit ich auch mal auf dem Feld (in der Verteidigung) mitmachen darf. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass der Teil des Baseball-Handschuhs, mit dem man tatsächlich fangen soll, sich außerhalb der eigentlichen Handfläche befindet, also als Verlängerung der ausgestreckten Finger. Versucht man den Ball mit seiner eigentlichen Hand zu fangen, ist das, wenn es gelingt, recht schmerzhaft, denn der Softball ist hart. Und oft gelingt es mir nicht, da ich den Handschuh zu früh schließe und der Ball außen abprallt.
Fotos von mir in Action gibt es leider (noch) nicht. Ich war zu schüchtern, mein Team zu fragen, ob sie ein Foto von mir machen würden. Aber hier sind einige Impressionen:
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