30 Jahre
Ich hatte wirklich keinen guten Start an meinem 30sten Geburtstag. Ich kam morgens aus der Dusche, als zur gleichen Zeit meine Mitbewohnerin ins Bad wollte. Ich hatte sie erschreckt, und ich sah wohl zum Fürchten aus mit meinen Handtüchern um mich rum und auf dem Kopf, und sie fing an zu schreien. Ich fand es ein bisschen lustig, andererseits tat sie mir auch ein wenig leid, aber eine nette Begrüßung an meinem Geburtstag war das wirklich nicht.
Es wurde dann ein bisschen besser im Laufe des Tages. Ich brachte Muffins und Cookies zum Group Meeting mit. Eine der Sommerstudentinnen hatte tatsächlich ein Geschenk für mich! Die anderen sagten brav Happy Birthday und freuten sich über die Kekse. Mein Boss merkte an, dass dies einer der Gründe sei, dass er gerne Europäer einstellte.
Dann gab es Lunch und Kaffeepause, noch ein Geschenk von meinem Labor-Kollegen, und dann den obligatorischen Telefonanruf nach Hamburg. Denn der Imke ging es gestern wie mir, nur mit 6 Stunden Zeitvorsprung. Sie war also schon sehr fröhlich, als ich sie gegen 22.30 Uhr deutscher Zeit erreichte. Das nahm ich mir zum Vorbild, denn abends sollte es in die Kneipe gehen. Nein, nicht ins Ivy Inn, sondern zu Winberie’s. Ich hatte kurz vorher eine Mail an alle Leute geschrieben, die ich an diesem schweren Tag gerne dabei haben wollte. Ich habe es mir leicht gemacht, nichts organisiert, sondern alle in die Kneipe eingeladen.
Und es kamen auch alle, sogar mein Boss! Wir waren um die 20 Leute, eine sehr nette Runde.
Und dann kam der Kuchen, alle haben für mich gesungen und ich habe fast geweint weil es so schief war vor Rührung.
Hier sind noch ein paar mehr Fotos.
Und in Amerika muss man nicht für Bier bezahlen, wenn man Geburtstag hat! Ein Gast nach dem anderen lädt einen ein! Gefällt mir!
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