Chicago 2 - oder Career Fair Crazyness


Die Career Fair sollte am Donnerstagabend um 18 Uhr öffnen. Vorher hatten nur die Austeller und damit auch wir Zutritt. Was ich nicht wusste, ist, dass dies die beste Zeit ist!! Roxanne als alter Messe-Profi schnappte sich uns und eine Tasche am ersten Stand und wir liefen dann von Stand zu Stand, schnackten mit den anderen Ausstellern und tauschten Kram. Man glaubt ja gar nicht, was die alles auf einer Messe so weggeben! Ja, Kugelschreiber waren auch dabei:



Das blaue T-Shirt ist ein Schlumberger T-Shirt. Es gab Kompakt-Haarbürsten, Körperpflege-Reisesets, beleuchtete Schminkspiegel, “Woman Business Card Holder”, Slipeinlagen-Boxen, Schraubenzieher, Bettlampen, Lunch-Taschen, Multi-Aufladegerät für iPhone, Kamera,.. und und und. Das Foto zeigt meine Ausbeute, aber ich war bescheiden. Es war aber unheimlich lustig, mit Roxanne und Tracy, die am Donnerstag dazukam, loszuziehen und mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. So fand ich mich plötzlich mit einem Job-Interview-Termin für den nächsten Tag wieder. Mit Chrysler. Genau, die mit den Autos.

Außerdem unterhielten wir uns mit Leuten von Cummins, einer Firma, die Motoren und Generatoren baut. Und als Roxanne oder Tracy erwähnte, dass ich Materialwissenschaftlerin sei (ach so, das bin ich jetzt übrigens, selbsternannterweise…), waren die Cummins-Leute plötzlich sehr interessiert und baten mich, später nochmals wiederzukommen. Hab ich aber nicht gemacht. Hab noch nie was von denen gehört, und überhaupt, ich will ja noch gar keinen Job!

Bin aber trotzdem zum Stand von Corning gegangen, das wäre nämlich DIE Firma für mich. Die machen Glas und haben die Faseroptik erfunden. Ich gab denen also sicherheitshalber mal meinen Lebenslauf, den Roxanne mich genötigt hatte auszudrucken.

Gegenüber gab es dann noch Owens Corning, von denen ich noch nie gehört hatte. Aber die waren pink, also bin ich mal hingegangen und hab mit denen geplaudert, und auch die fanden meinen meiner Meinung nach mittelmäßigen Lebenslauf “impressive” und waren sehr interessiert. Die machen Baumaterialien wie zum Beispiel Fiberglas. Hab denen gesagt, dass sie mein Visum sponsern müssten, wenn ich für sie arbeiten soll, was wohl ein Problem darstellt.

Na gut, abends hatten viele der anwesenden Firmen sogenannte “Hospitality-Suites” im Angebot, wo es free food, open bar und Recruiter gab. Eine sehr schöne Idee. Tracy und ich gingen als erstes zu der Suite von Booz-Allen - der Name war schon sehr vielversprechend, und wir wussten da noch nicht, dass es in allen Suites Booze gab. Außerdem wollte Tracy ernsthaft netzwerken, da sie tatsächlich an einem Job bei Booz-Allen interessiert war. Wir gingen hinein und stellten fest, dass man Tickets für die Drinks brauchte, aber ein Mann in der Nähe war, der jede Menge davon hatte. Wir sprachen ihn mit “ticket-guy” an, bekamen Tickets, und fanden das alle drei sehr lustig. Später fanden wir heraus, dass das der Vize-Präsident von Booz-Allen war - Tracy war geschockt, ich fand es spaßig!

Und morgen gibt es Chicago Teil 3 oder wie man alle Interview-Tipps in den Wind schlägt und trotzdem Erfolg hat(?).

Comments

Das hört sich alles sehr spannend an. Mehr davon und keine Details auslassen! :) - der Erich